Ich will in diesem Artikel über den Abschied aus Rumänien berichten, über unsichtbare Bären und Schnee im September.
Ich habe im ersten Bericht über Rumänien von der ungarischen Familie in Odorhellen berichtet, das im Osten der Hochebene im Karpatengürtel liegt. Auch genannt Siebenbürgen oder Transsylvanien – wie gruselig…

Auf dem Weg nach Odorhellen kam ich an der römischen Festung Porolissum vorbei. Ich übernachtete dort einmal und schaute mir dann die Festung an. Eigentlich ist es mehr eine kleine Stadt gewesen, ein Amphietheater gab es auch.
Außer dem Stadttor und einem Teil der Satdtmauer steht aber nicht mehr viel. Interessant war jedoch die Erklärung, wie die rumänische Sprache entstand: Die Römer schickten zu ihren besetzten gebieten Siedler.

Diese kamen meist aus einfachen Verhältnissen und sprachen auch ein einfaches Römisch. Das war der Ursprung des heutigen Rumänisch, welches immer noch sehr lateinisch klingt. So, wieder etwas dazu gelernt.
Während die Kriminellen in Berlin nichts dazu lernen. Jetzt zerreissen diese linken Moralapostel die Wagenknecht und Schwarzer in der Luft, weil sie das einzig Richtige gefordert haben: Waffenruhe und Verhandlungen. Aber die zerstörerischen Verückten schreien alle, als ob sie ferngesteuert werden: Mehr Waffen, mehr Krieg, mehr Tote, mehr Leid.

Was für ein Irsinn im 21. Jahrhundert. Scheinbar will man Russland zerstören, so macht es den Eindruck. Und diese Idioten drängen Putin soweit in die Ecke, bis er auf den Knopf drückt. Und ganz sicher ist, dass Deutschland eines der ersten Ziele sein wird. Mit Recht, so, wie es sich in diesen Krieg eingemischt hat. Frau Baerbock hat ja dann in außergewöhnlich schlechtem Englisch Russland den Krieg erklärt. Nur gut, dass DIE von keinem Ernst genommen wird. Das Lumpenpack der drei Regierungsparteien hat sich auf „Schloss Meseberg“ zurück gezogen zur Klausurtagung. Es ist unglaublich: Kein Zeichen von Bescheidenheit, sondern tagen, wie Fürsten auf einem Schloss. Die sollten sich für ihr Handeln irgendwann verantworten müssen.

Zurück nach Rumänien. Ich fuhr von der römischen Siedlung weiter Richtung Osten über die westlichen Karpaten und übernachtete noch einmal dort einsam im Wald.

Hier ging der Kult um den Vampirfürsten bereits los. Es gab Draculahotels, kleine Burgen, die behaupteten, dass er dort gelebt haben sollte und natürlich Nippesshops. Am nächsten Tag kam ich in Odorhellen an. Ich will aber nicht wieder über die nette Familie berichten, die ich besuchte. Darüber schrieb ich im letzten Artikel.

Vielmehr will ich noch kurz über „Jürgen“ schreiben, den ich dort kennen lernte. Ich fand in Odorhellen keinen geeigneten Platz zum Übernachten. Ich suche mir Plätze meist abseits von Siedlungen und Hauptstraßen. In der Nähe von Odorhellen bemerkte ich in „Park4Night“ einen Stellplatz für Womos am Ortsrand eines kleinen Dorfes. Dort angekommen fand ich den perfekten Übernachtungsplatz für Lotte und mich am Rand eines kleinen Flugfeldes.

Nach einer ruhigen Nacht raste auf einmal ein aufgemotzter Pickuptruck am Womo vorbei. Er fuhr zu Halle am Flugfeld. Nach einer Weile kam er zurück und hielt an meinem Womo. Ein großer Mann mit Kaffeebecher in der Hand stieg aus und begrüßte mich auf deutsch mehr als freundlich. Das war Jürgen.
Wir plauderten einige Zeit. Zusammen gefasst erzählte Jürgen, er sei vor ca. 30 Jahren aus Deutschland hierher gekommen und habe eine Firma gegründet. Jetzt sei er ein mittlergroßer Arbeitgeber hier in der Region und produziere Metalltreppen für die ganze Welt. Er habe ein Ultraleichtflugzeug in der Halle stehen und dieses Flugfeld gekauft und angelegt. Er böte Campern hier Service, da er selbst Camper sei. Trommelnde Hippys sollten aber nicht so lange bleiben. Dabei war ich gerade dabei, meine Trommel heraus zu holen. Schade…

Jürgen wollte mir dann noch seine Firma zeigen, wo ich Wasser tanken konnte und lud mich am nächsten Tag zu sich nach Hause ein, für einen Kaffee. Vorher zeigte er mir aber noch seine restaurierten Oldtimer in seiner Firma.
Ich wollte am nächsten Tag sowieso weiter Richtung Süden, um mich Bulgarien zu nähern.

Am Tag darauf besuchte ich Jürgen in seinem Haus und war beeindruckt. Er hatte es hier in Rumänien wirklich geschafft und war darüber hinaus ein ausgesprochen gastfreundlicher Zeitgenosse. Nochmal Grüße dorthin.
Nach dem Kaffee fuhr ich weiter und näherte mich den südlichen Karpaten, die ich über berüchtigten Transfagarasanpass überqueren wollte. Ich fuhr nach Südosten um die Stadt Brasov herum und übernachtete an einem Stellplatz bei Bran.

In Bran stand die Burg, welchen den höchten Anspruch hatte, das Heim Draculas gewesen zu sein. Die Burg war eine Touristenattraktion, aber Lotte durfte nicht hinein. Und ihr wisst ja: Wo Lotte nicht hindarf, geht der Chef auch nicht hin. Also gestorben.

Am nächsten Tag ging es weiter bis zum Fuße des Tranfagarasanpasses. Dort fand ich einen herrlichen Stellplatz an einer Forellenfarm mit Restaurant. Die Forelle hab ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Der Ort ist sehr zu empfehlen. Zur Fischfarm gehörne mehrere Stellplätze für Womos. Ich war dort am 21. September 2022 aber ganz allein. Und das Komische war, dass um diese Zeit oben in den Karpaten schon Schnee lag. Ich konnte das Weiß von meinem Stellplatz aus sehen.

Ich wollte auch über den Pass, weil alle sagten: “ Dort wirst du bestimmt einen lebenden Bären sehen.“ Warten wir es mal ab…
Am nächsten Morgen streichelte ich das Wohnmobil und ließ von meinem Boxenteam von Slicks auf Alljahresreifen wechseln. Schon nach vielleicht 10 km Bergstraße kam ich an die Schneegrenze.

Der Schnee wurde immer dichter und die Straße schwieriger zu fahren. Aber ich hatte ja die richtigen Reifen gewählt. Der Pass wird übrigens auf einigen Seiten im Internet als einer der schönsten Pässe der Welt beschrieben. Ja, es war schön dort und auch ein kleines Abendteuer, aber jetzt wollen wir die Kirche auch mal im Dorf lassen.

Als ich die höchste Stelle überquert hatte dauerte es nur wenige Kilometer, bis es wieder schneefrei wurde und dann wurde es auf einmal richtig warm. Ich fuhr sehr langsam, da ich ja die Bären sehen wollte. Aber es war das Gleiche, wie mit dem unsichtbaren Elch: Die Bären waren verschollen oder vielleicht auch unsichtbar.
Ich blieb noch eine Nacht in Rumänien und fuhr dann über die Grenze nach Bulgarien, wo es wieder sommerlich warme Temperaturen hatte.

Bis demnächst in Hubs politischem Reiseblog (gibt es sowas?).
Toll, wie schön und abwechslungsreich. Aber die unsichtbaren Bären waren faszinierend. 😜