
Es ist eine einzige Katastrophe, wie die Tiere hier in Griechenland behandelt werden. Unter Tierschutz in Griechenland kann man nicht das verstehen, wie wir es in Deutschland verstehen. Hier gibt es kaum Tierschutz.
Ich bin vor 2 Tagen hier in der Dunkelheit angekommen. Ich stehe noch auf dem Festland, gegenüber der Stadt Patras, die auf dem Peloponnes liegt.

Ich war einige Tage auf der schönen Insel Lefkada, bin aber langsam Griechenland etwas leid. Der viele Müll überall und was viel schlimmer ist, das griechische Verständnis für Tiere. Auf Lefkada hab ich wieder mehrere Male angebundene Pferde gesehen, die allein ohne Wasser in der Sonne stundenlang, manchmal Tage ausharren müssen.

Alle paar Kilometer liegt ein tot gefahrenes Tier, meist ein Hund am Straßenrand. Da ich selbst mit Hund, also Lotte, reise, ist das eine Drama für mich.
Dieser Beitrag soll keine Reisebeschreibung sein, sondern vielmehr ein Hilferuf für diese 5 Welpen, deren Bilder ich hier einstelle. Dazu gibt es eine sehr traurige Geschichte:

Wie gesagt, kam ich vor 2 Tagen hier an. Gestern morgen habe ich etwas mit meinen deutschen Nachbarn geplaudert. Die erzählten von einem Welpenrudel an dem Wohnmobil von einem irischen Camper.
Ich bin dann dorthin und habe ihn nach den Hunden gefragt, welche sofort, bis auf einen sehr Scheuen, kamen und Kontakt suchten. Wie Welpen halt sind, verspielt und vertrauensselig.
Der irische Camper, Derek, hat mir dann die Geschichte der Welpen erzählt.

Derek stand schon eine längere Zeit hier mit seiner Frau Claire mit ihrem Wohnmobil. Hier lebte die Hundefamilie mit der Hundemutter und Derek vermutete, auch mit dem Vater der Welpen, genannt „Olly“. Die Hunde waren nach einer gewissen Zeit zutraulich und gut sozialisiert, erzählte Derek. Olly war ihm ganz besonders an das Herz gewachsen.

Am Abend des 19. September kam ein Mopedfahrer vorbei und hielt in unmittelbarer Nähe des Wohnmobils von Derek und den Hunden. Er warf den Hunden etwas zu und fuhr dann weg. Ungefähr eine halbe Stunde später starb Olly qualvoll in Dereks Händen Blut speiend. Wie entsetzlich, ich komme auf ganz merkwürdige Gedanken, wenn ich diesen Tierquäler in die Hände kriegen würde.

Doch es kommt noch besser: Am nächsten Morgen entdeckte er 2 weitere vergiftete Hunde, die Hundemutter der 5 Welpen, um die es hier geht und eine andere scheinbar trächtige Hündin.
Derek war so ärgerlich, dass er den Bürgermeister, der zuständigen Gemeinde anrief und den Vorfall schilderte. Der konnte aber auch nichts machen, außer ein paar Männer zu schicken, welche die toten Tiere beerdigen würden.
Derek postete das auf Facebook:

Ich habe mittlerweile mit mehreren deutschen Tierschutzorganisationen, die in Griechenland tätig sind, telefoniert. Eine Dame sagte, nachdem ich ihr Bilder von den Welpen geschickt hatte, dass es vermutlich Herdenschutzhunde sind und sie wahrscheinlich schwer zu vermitteln sind, da sie groß werden.

Letztendlich hat sich Derek um ein neues zu Hause für die Welpen gekümmert.

Die Welpen sind arglos, vertrauensselig und schenken jetzt schon ihr ganzes Herz. Wir haben das aus ihnen gemacht, was sie sind. Wir sind für sie verantwortlich.
Wir sind ihnen etwas schuldig.
Ich bin selber gerade im Norden Griechenland.
In Patras gibt es diese sehr gute Organisation: https://web.facebook.com/ASCAPATRAS/
Kontaktiere sie doch mal, ich drücke die Daumen.
Anastastia ist normalerweise sehr hilfsbereit.
Beste Grüße
Nima
Hallo Hubert,
wollte mal nachfragen wie es dir so geht.
Schaue immer wieder mal auf deinen Blog ob sich was neues tut.
Liebe Grüße ….alles gute Maria
Hallo Maria,
ich wollte eigentlich heute nach 1,1/2 Monaten Pause etwas veröffentlichen. Hoffentlich bekomme ich es bis zu den Nachrichten fertig. Mache mich jetzt daran…
LG aus Düsseldorf